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Der Mercedes w123 - mehr Sicherheit in der Mittelklasse

 

Für jeden Fahrzeughersteller ist es wohl so etwas wie die Erfüllung eines großen Traums, wenn sich ein bestimmtes Modell aus der eigenen Produktpalette zu einem so begehrten Fahrzeug mausert, dass mit Fug und Recht von einem echten Klassiker gesprochen werden kann. Für manchen Hersteller bleiben solche Ziele für immer unerreichbar. Dem deutschen Traditionsunternehmen Mercedes-Benz gelingt seit Bestehen des Unternehmens immer wieder der so genannte große Wurf. So auch mit dem Mercedes w123, der erstmals Mitte der 1970er Jahre die Laufbänder in den Werken des Konzerns verließ. Das Modell war seinerzeit dazu gedacht, den eigenen Marktanteil im Bereich der Mittelklasse-Fahrzeuge weiter auszubauen.

Lange Wartezeiten bei Top-Modellen

Der Mercedes W123 war schon damals sehr beliebt.
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Wie gut dieses Vorhaben gelingen, war dem Unternehmen schon früh während der Auslieferung der ersten Mercedes w123, denn die Nachfrage war weltweit groß. So verkaufte der Hersteller nach Aussagen von Branchenexperten von den verschiedenen Ausführungen des Automobils weltweit deutlich mehr als 2,5 Millionen Stück. Ein mehr als beachtlicher Erfolg, bedenkt man, dass die als E-Klasse bezeichneten Fahrzeuge durchaus auch in den Basis-Ausführungen einen für Mercedes-Benz üblichen Preis hatten, der für den deutschen Durchschnittshaushalt nicht mal eben so bezahlbar war. Dennoch war der Mercedes w123 in den elf Jahren seiner Produktion – die letzten Modelle liefen erst Anfang 1986 vom Band – der legitime Nachfolger des vormals bereits international angesehenen W114/115. Es verwundert also nicht, dass der deutsche Hersteller mit der neuen Baureihe schnell als bisherigen Absatzrekorde einstellen konnte.

Selbst als 1985 bereits auf die 124-Reihe umgestellt wurde, hielt man wenigstens für einige Monate weiterhin an der Produktion des Mercedes w123 fest. Der enorme Erfolg des Mercedes w123 lässt sich mit dem Hinweis auf eine zwischenzeitliche Wartezeiten von mehr als 24 Monaten bei den beliebtesten Ausführung des Wagens deutlich machen.

Neue Maßstäbe bei der Sicherheit im Mercedes w123

Bis heute gilt für Experten vor allem das hohe Maß an Sicherheit bei den unterschiedlichen Modellen des Mercedes w123 als vorbildlich. In diesem Punkt konnten die Entwickler des deutschen Unternehmens neue Standards setzen. Viele Ansätze, die damals erstmalig eine zentrale Rolle bei der Fahrzeugentwicklung spielten, findet sich noch in den Konzepten neuer Modelle in der heutigen Zeit wieder. In Fan-Foren folgt bei der Nennung der wesentlichen Innovationen des Mercedes w123 immer wieder der Gedanke, dass es Mercedes-Benz mit der neuen Baureihe 1975 gelungen sei, den Sicherheitsaspekt mit hohem Fahrkomfort und Sportlichkeit zu verbinden. Eine wichtige Rolle kam in diesem Zusammenhang hierbei dem neuen Konzept des Turbodiesels zu, der bis dato bei normalen PKW wenig Anklang gefunden hatte. In puncto Sicherheit gehört bei der Baureihe 123 bereits die so versenkte Gurtführung auf beiden Seiten zur Serienvariante, während die Gurte bei vielen Herstellern noch altbewährt mit Schlössern auf dem Boden der Fahrzeuge befestigt wurden.

Technische Spielereien und echte Innovationen

Ein weiterer wichtiger Punkt: die so genannte Sicherheitslenksäule des Mercedes w123. Hier setzte der Hersteller auf einen Ansatz mit einem verformbarem Wellrohr. Manches Extra, die der Mercedes w123 bot, wurde von Fahrzeug-Puristen anfänglich eher als Spielerei abgetan. So legte nicht jeder Besitzer Wert darauf, die Heizung des Wagens auf der Fahrer- und der Beifahrerseite unabhängig voneinander regeln zu können. Gleiches gilt vermutlich für die bei den Coupé-Varianten serienmäßige Ver- bzw. Entriegelung der Lehnen der Vordersitze. Einmal mehr stieß als bedeutungsvoller Sicherheitsaspekt die Auslagerung des Tanks und der Fahrzeugbatterie auf großen Zuspruch bei Experten. Ein ähnlicher Beitrag zur Minimierung des Unfallrisikos bzw. zur Reduzierung der Auswirkungen eines Unfalls war die neue Anzeige, die frühzeitig über ein Bordinstrument Aufschluss über den Verschleiß der Bremsbeläge gab. Gleichermaßen in passiver wie auch aktiver Hinsicht verbesserte der Hersteller mit dem Mercedes w123 die damaligen Standards.
Der Mercedes W123 ist ein Youngtimer mit vielen technischen Finessen
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Kaum Veränderungen bei Motoren-Technik

Bezüglich der ursprünglich geplanten Motoren-Technologie führten die Probleme im Zusammenhang mit der Ölkrise dazu, dass der Mercedes W123 in der Phase der Herstellung nur bedingt mit den von Fans des Stuttgarter Herstellers erwarteten Neuheiten auftrumpfen kann, mehrheitlich setzt man auf bewehrte Technologie und bringt zunächst nur eine einzige echte Novität als Motor ins Sortiment. Auch beim Design der Karosserie vertraut das Unternehmen bei der E-Klasse auf Bewährtes, wie man es schon früher bei der so genannten S-Klasse finden konnte. Sicherheit, Komfort und hohe technische Qualität statt der Ausarbeitung weiterer Neuerungen. Dazu gehört auch die verbesserte Bedienbarkeit. Auch widmete sich der Hersteller beim Mercedes w123 noch massiver als bei den vorherigen Serien dem Aspekt der Modellpflege, weshalb über die Jahre schrittweise vielfältige Korrekturen vorgenommen wurden, um den Fahrern noch mehr Komfort zu bieten.

T-Limousine für Familien und Unternehmen interessant

Wie das T-Modell zu seinem Namen kann. Die Bedeutung des T-Modells.
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Angeboten wurde der Mercedes w123 in vier unterschiedlichen Varianten. Neben der normalen Limousine bot der Hersteller den Kunden zudem eine Limousinen-Ausführung mit langem Radstand, die nicht zuletzt als Dienstwagen begehrt war. Sportive Kunden sprach das Unternehmen vorrangig mit den Coupé-Modellen an, abgerundet wurde das Programm durch die so genannte T-Limousine. Letzt genanntes Modell mit fünf Türen sollte sich in den kommenden Jahren als Vorbild vieler anderer Kombis dienen, wie sie damals gerade bei Familien immer beliebter wurden. Im eigentlichen Sinne war die T-Limousine nicht zuletzt für den gewerblichen Einsatz gedacht, dass der Buchstabe T im Modellnamen stand für die Begriffe Touristik und Transport.

Die vielfältigen Motoren-Varianten, mit denen der Mercedes w123 erhältlich war – neben insgesamt sieben Vierzylinder-Ausführungen gab es den Benziner auch als Sechszylinder mit weiteren sechs Motorstärken. Dies erklärt auch, weshalb die verschiedenen Varianten des W123 in so vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz kam. Denn nicht nur für Familien und Unternehmen war der Mercedes w123 ein interessantes Fahrzeug. Auch für Behörden waren die Fahrzeuge bei Durchführung entsprechender Umbaumaßnahmen und Modifikationen wie geschaffen. Das führte zudem dazu, dass sich eine Reihe renommierter Tuning-Unternehmen am Mercedes w123 ausprobierte.

Bis heute findet sich der Mercedes w123 nicht nur in den Garagen von Fahrzeugliebhabern. Noch immer fahren zeigt sich im alltäglichen Straßenverkehr eines der Modelle aus den 70er Jahren. Insbesondere im Ausland leisten die Fahrzeuge nach wie vor ihren Dienst. Denn mehr als eine Million Fahrzeuge wurden in den Jahren der Produktion des Mercedes w123 exportiert. Und viele dieser Exportfahrzeuge läuft und läuft ...



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